Rubin
der Feuerstein
Legendär ist die Rotvielfalt der Rubine: Im alten Indien beschrieb man 18 Rotnuancen. Größere Steine sind selten und nur wenige für Schmuck geeignet. Ihre Farbtöne verraten, woher sie kommen: Taubenblutrote Rubine stammen häufig aus Myanmar, Purpurrot findet sich in Thailand, und in Mosambik funkeln sie in geheimnisvollem Pink.
Saphir
Märchen aus 1001 Nacht
Eine starke Anziehungskraft hat der Saphir. Der märchenhafte blaue Stein symbolisiert Treue und ziert daher berühmte Verlobungsringe. Hellere Blautöne stammen meist aus Sri Lanka. Seltener und noch wertvoller sind Saphire mit dem seidig-dunklen Königs- und Kornblumenblau aus dem fernen Kaschmir und aus Myanmar.
Smaragd
der Kraftgeber
Unverkennbar ist das blauschimmernde Grün der Smaragde. Nachdem die Minen in den Alpen seit dem Mittelalter ausgeschöpft sind, stammen sie heute aus Kolumbien, entlang der alten Seidenstraße in Pakistan sowie aus Sambia. Jeden Stein kennzeichnen seine individuellen Einschlüsse, die man als „Jardin“ bezeichnet.
Turmalin
das Chamäleon
„Turmali“ heißt „Stein mit gemischten Farben“: Sie variieren von Grüntönen über Rot bis Gelb, manchmal in einem Stein. Auch im Dunkeln entfaltet der Turmalin seine Wirkung und soll vor bösen Träumen schützen. Begehrt sind der türkisfarbene Paraiba-Turmalin aus Brasilien und der feuerrote Rubellit.
Aquamarin
Farben des Wassers
Aquamarin bedeutet „Wasser des Meeres“. Seine Blautöne reichen von Blassblau bis zu den wertvolleren meerblauen Farben. Seiner durchscheinenden Klarheit verdankt er, dass viele Menschen ihn mit geistigem Wachstum verbinden und gerne zum Hochzeitstag verschenken. Viele dieser Berylle kommen aus Brasilien, Madagaskar, Mosambik und Sambia.
Peridot
der Empfindliche
Grün wirkt beruhigend – für Edelsteinschleifer und -fasser jedoch gilt der Peridot als sehr spannungsempfindlich und fordert ihre Kunst heraus. Schon im Barock war er ein beliebter Modestein. Wegen seiner frühlingsgrünen Farbe wird er auch Olivin genannt. Er zählt wieder zu den attraktivsten Schmucksteinen.
Topas
ein Stück Himmel
Seine natürliche Farbe ist ein zartes, durchscheinendes Himmelblau. Es gibt zahlreiche Fundstätten in Afghanistan, Russland und Mexiko, aber auch in Norwegen. Farbveredelt strahlt er in frischem Azurblau oder sattem „London Blue“. Er gilt als das perfekte Accessoire zur Bluejeans.
Amethyst
Frühlingsgefühle
Der intensiv violett leuchtende, oft zart durchscheinende Amethyst ist einer der begehrtesten Steine aus der Quarzgruppe. Im Altertum wurde er als Amulett getragen, um vor Trunkenheit zu schützen.
Morganit
der Engelsstein
Zur Gruppe der Berylle gehört der zartrosa bis pfirsichfarbene Morganit. Er besticht neben seiner begehrlichen Farbigkeit vor allem durch hohe Transparenz und soll ausgleichend wirken. In Nigeria, Mosambik und Madagaskar gibt es inzwischen ertragreiche Minen.
Granate
die Feurigen
Der rote Granat erhielt seinen Namen nach dem lateinischen granum, das Korn, weil er stets in rundlichen Kristallen vorkommt, in Europa, Asien und Madagaskar. Im Mittelalter nannte man ihn Karfunkelstein, den aus dem Inneren leuchtenden Heilstein für das Herz. Besonders rar: der feurig-orange Mandarin-Granat aus Mosambik.
Citrin & Lemonquarz
die Heiteren
Die Quarze sind Mineralien mit gleicher chemischer Zusammensetzung und ähnlichen Eigenschaften. Der Citrin, der in Brasilien und auch in Europa vorkommt, besticht durch warmes Goldgelb und verströmt Heiterkeit. Der Rauchquarz funkelt in geheimnisvollem Braun, den Lemonquarz erkennt man am kräftigen Gelbgrün.
Mondstein
der Romantische
Es ist der milchig zarte Lichtschimmer, der dem Mondstein seine besondere Aura verleiht. Man kennt ihn in bläulichem Weiß, aber auch die Trendfarben Mokka und Honig bringt die Natur hervor. Er stammt hauptsächlich aus Sri Lanka, Myanmar oder Indien und glänzt am besten im Cabochonschliff.